Sommerurlaub 2009 Teil I
Auch der diesjährige Urlaub wurde wieder lange vorher gut geplant. Wir wollten noch einmal eine Woche in Bayern verbringen, weil es uns dort letztes Jahr so gut gefallen hat. Und die zweite Woche sollte nach Österreich gehen. Ganz nach dem Motto höher, weiter, schöner…
Und genau so war es dann auch. Nachdem wir eine - bis auf das Wetter - wirklich tolle Woche in Österreich verbracht hatten, waren wir dann von unserem Aufenthalt in Bayern ein klein wenig enttäuscht. Und das, obwohl das Wetter hier insgesamt gesehen viel besser war.
Leider sind in Österreich unsere ersten Touren regelrecht ins Wasser gefallen. So mußten wir schon am ersten Tag auf eine der Schlecht-Wetter-Notfall-Touren zurück greifen. Die Kristallwelten von Swarovski waren ganz interessant, wenn man sich mal von der Vorstellung: Glitzer und Glammour lösgelöst hat. Die Ausstellung selbst war eher wir in einer Gallerie. Erst am Schluß der Runde, im überdimensionalen Verkaufsraum gab es dann Glitzer ohne Ende - leider nicht für unseren Geldbeutel. Schön war allerdings der kleine Park auf dem Gelände, wo sich die Kinder noch ein wenig Austoben oder im Hand-Labyrint des Riesen verlaufen konnten.
![]() |
![]() |
Einen weiteren zumindest halben Regentag, der wirklich ordentlich nass begann, verbrachten wir auf dem Weg zur Maria Waldrast. Im nach hinein betrachtet, ein wirklich schöner Einstieg. Leichter Wanderweg mit Heilquelle am Ziel und angenehmer Gastronomie. Die Tour würde ich bei gutem Wetter durchaus noch einmal machen.
![]() |
![]() |
Unser Aufstieg zum Grawa-Wasserfall und von dort zur Sulzenaualm wird dagegen wohl - zumindest vorläufig - eine einmalige Aktion bleiben. Mir wird jetzt noch ein wenig Bange, wenn ich daran denke, dass wir mit unserem Kind so dicht am Abgrund gelaufen sind, und am Wasserfall auf richtig morastigem Boden. Außerdem war das der Tag, an dem ich ordentlich mit der Höhe zu kämpfen hatte. Die Aussicht allerdings im Talkessel von der Sulzenaualm - das war schon der Hammer - da kommt keines unserer Fotos mit…
![]() |
![]() |
Der Stubaier Gletscher hat mich zu gegeben ziemlich entsetzt. Da reden alle immer von Klimakatastrophe und hier hat man das Ausmaß einmal ganz real vor Augen. Es liegt nur ganz spärlich Schnee dort oben. Große Flächen sind mit weißem Vlies abgedeckt. Warum? Die Metallpfeiler, an denen die Seilbahn läuft sind zum Teil direkt im Eis verankert. Wenn das nun durch die Sonneneinstrahlung schmilzt…
Die ‘neue’ Besucherplattform ist nett und bietet Rundumsicht, ist aber soo voll, dass ich zugunsten unberührterer Natur gern darauf verzichtet hätte. Auch das Restaurant, welches nur über das Vlies zu erreichen ist, war nicht wirklich Pflichtprogramm. Hoffentlich kommt ein Teil des Umsatzes wenigstens dann auch dem Gletscher und nicht nur dem Pächter des Lokals zugute…
![]() |
![]() |
Schlick 2000 – Kreuzjoch – Schlickeralm – Panoramasee – Erlebnisweg – Froneben das hört sich nach der Planung einer 5-Tage-Tour an. Tatsächlich haben wir das alles aber an einem Tag ‘abgearbeitet’. Vom Schlick 2000 (Alpenlehrpfad nicht der Rede-wert) sind wir einen gemütlichen Familienspazierweg runter marschiert. Für unseren (fast) bergerprobten Sohn war das schon wieder bald zu langweilig. Der bereits viel beworbene aber noch nicht fertige Naturlehrpfad wird bestimmt in einigen Jahren einmal sehr schön. Derzeit gab es hier allerdings noch nicht viel zu sehen. Die Zwischenstation auf der Schlickeralm war angenehm. Wer allerdings eine schnelle Brotzeit bevorzugt, sollte sich lieber am Lehrpfad auf eine der vielen Bänke setzen. Die Wartezeit bei gehobener Gastronomie und gutem Wetter war doch nicht so ganz ohne. Lecker war´s aber trotzdem.
Weiter bergab kam man über den Erlebnisweg - der für Kinder das echte Highlight dieses Tages war - zum Panoramasee. Ein kleiner künstlich angelegter See mit ‘Baden verboten’ dafür aber schönem türkisfarbenen Wasser. Das Stück bis zur letzten Station zog sich dann noch einmal endlos hin. Über einen gut ausgebauten Kiesweg oder die breite Rodelbahn an Kühen vorbei - für Kinder vermutlich ätzend langweilig. (und um mal eben schnell im Wald zu verschwinden, viel zu viel Betrieb…)
![]() |
Den Weg zur Elferhütte haben Sohnemann und ich ja noch mitgemacht, aber dann haben wir gestreikt. Den Panoramaweg- Karalm – Pinnistal - Neder ist unser Papa dann allein gelaufen. Wir haben für den Rückweg lange genug gebraucht und konnten uns dann bei ein wenig Sonnenschein und Eis vor unserer Unterkunft entspannen.








