Wenn frau älter wird…

Im Blog des Strickcafe habe ich heute beim ‘rumwühlen’ im Netz ein paar nette Links gefunden.
Anna hat einen wirklich unterhaltsamen Schreibstil. Da wird das BlogLesen zum Vergnügen, so dass ich beim WeiterKlicken fast ein wenig traurig bin, von Ihrer Seite fortzugehen - aber ich komme ja wieder!

(Nachtrag: der obere Link verweist auf den älteren Blog vom STRICKCAFE. Der aktuelle befindet sich hier.)

Der Blog aus Kopenhagen, der Anna so gut gefällt, zeigt wirklich schöne Menschen. Da könnte ich schon fast wieder neidisch werden, wenn ich die Studentinnen Anfang/ Mitte zwanzig da so unbeschwert stehen sehe. Unwillkürlich muß ich an meine eigene Studentenzeit denken (die eigentlich viel zu kurz war, um so wichtig zu sein) und werde ein wenig wehmütig.

Wenn der Mauerfall damals nicht dazwischen gekommen wäre, wär ich heute vermutlich Lehrerin. Wo würde ich dann wohnen? Wäre ich glücklich mit meinem Beruf? Wie sähe meine Familie aus? Nun, wär die Wende erst nach meinem Studium passiert, würde ich jetzt vermutlich schon nervlich bedingt in Frührente sein. Als Beamte im Ruhestand mit einer relativ guten montatlichen Rente, in einer kleinen Neubauwohnung? Vielleicht hätte ich den jungen Offiziersanwärter geheiratet, den ich während des Studiums kennen gelernt und nach dem ersten Treffen nie wieder gesehen habe. Ich hätte zwei fast erwachsene Kinder und eine Schwiegermutter, die ich nie leiden konnte und nun als verbiesterter Pflegefall zu versorgen ist?

Eins ist klar: heute bin ich froh, nicht als Lehrer arbeiten zu müssen. Der Beruf hat wenig von dem übrig behalten, wie ich ihn mir damals vorgestellt hatte. Ich hätte nie meinen Mann getroffen und wir hätten nicht so einen entzückenden Sohn. (.. und keine so nette Schwiegermutter!)
Es hätte mich weiß Gott schlechter treffen können. Auch wenn ich mir mit zunehmendem Alter öfter Gedanken darüber mache, wie es wäre wenn… Sind das die Midlife crisis? Und ich dachte, die hätte ich zu meinem 30-sten schon hinter mich gebracht…

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